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Männer, die ihr Portemonnaie in der Gesäßtasche tragen, haben beim Autofahren ein deutlich höheres Risiko für Ischiasbeschwerden und chronische Rückenschmerzen.

Ein Mann im Auto legt eine braune Brieftasche in das Handschuhfach, während er hinter dem Steuer sitzt.

Der Typ auf der Spur neben dir zappelt an der roten Ampel herum. Eine Hand am Lenkrad, die andere versucht unauffällig, irgendetwas unter seiner rechten Gesäßhälfte hervorzuziehen. Er rutscht hin und her, verzieht das Gesicht, hebt eine Seite vom Sitz, setzt sich wieder. Man kann die Unbequemlichkeit fast körperlich spüren, nur vom Hinsehen. Als es grün wird, richtet er sich auf und fährt weiter, als wäre nichts gewesen.
Was du nicht siehst, ist der langsame, stille Schaden, der sich im unteren Rücken aufbaut – und entlang des Nervs, der bis ins Bein hinunterläuft.
Alles nur, weil sein Portemonnaie genau dort ist, wo es nicht sein sollte.

Die „fette-Portemonnaie“-Gewohnheit, die deinen Rücken leise ruiniert

Die meisten Männer denken nicht zweimal nach, bevor sie das Portemonnaie in die Gesäßtasche schieben. Das passiert automatisch – seit der Schulzeit, vielleicht weil der Vater es genauso gemacht hat. Du setzt dich hin, das Leder drückt auf einer Seite, und der Körper passt sich an. Oder tut zumindest so.
Für ein paar Minuten passiert nichts Dramatisches. Nach einer Stunde am Steuer sieht die Sache anders aus. Das Becken kippt, die Wirbelsäule verdreht sich ein wenig, die Muskeln spannen an, um alles zusammenzuhalten. Du kommst mit einem dumpfen Ziehen an und sagst dir, das sei „nur Steifheit“.
Dieses kleine Lederrechteck hat längst begonnen zu bestimmen, wie sich dein Rücken verhält.

Frag irgendeinen Taxifahrer, Außendienstler oder Lieferfahrer, der den Tag im Auto verbringt. Viele beschreiben das gleiche Muster: erst ein leichtes Zwicken im unteren Rücken. Dann eine merkwürdige Schmerzlinie, die ein Bein hinunterkriecht – wie ein heißer Draht unter der Haut. Manchmal wird die Ferse nach einer langen Fahrt taub.
Ischias kommt nicht immer wie ein Blitzschlag. Oft beginnt es so: Monate oder Jahre, in denen man minimal schief sitzt – eine Hüfte etwas höher, eine Gesäßhälfte auf einem Portemonnaie, das dicker ist als ein kleines Sandwich. Ein Gegenstand, immer an derselben Stelle, immer mit Druck auf dieselben Strukturen.
Bis manche Männer die Zusammenhänge erkennen, haben sie den Schmerz schon normalisiert.

Mechanisch betrachtet hat dein Rücken keine Chance, wenn das Ungleichgewicht zur Routine wird. Wenn du auf einem Portemonnaie sitzt, kippt dein Becken, um die zusätzliche Höhe auf einer Seite auszugleichen. Die Wirbelsäule darüber verdreht und krümmt sich, um den Kopf waagrecht zu halten. Das bedeutet dauerhaften Mikrostress für Bandscheiben, Bänder und den großen Ischiasnerv, der aus der unteren Wirbelsäule austritt und ins Bein hinunterläuft.
Im Autositz verstärkt sich das Problem. Du sitzt leicht zurückgelehnt, oft verdreht Richtung Lenkrad oder Schalthebel. Vibrationen von der Straße halten alles unter Druck in Bewegung. Das Risiko für chronische Entzündungen steigt – und die empfindlichen Strukturen melden sich lauter.
Was wie eine harmlose Gewohnheit aussieht, ist eher wie die Wiederholung eines schlechten Haltungs-Experiments – Tag für Tag.

Wie du deine Taschen – und deine Fahrhaltung – umtrainierst

Der erste Schritt ist brutal einfach: Portemonnaie aus der Gesäßtasche nehmen, jedes Mal, bevor du dich zum Fahren hinsetzt. Steck es in die vordere Tasche, die Jacke, die Tasche oder die Mittelkonsole. Am Anfang fühlt es sich komisch an, fast so, als hättest du etwas vergessen.
Mach das eine Woche lang auf jeder Fahrt, die länger als zehn Minuten dauert. Achte darauf, wie sich die Hüften anfühlen, wenn sie gleichmäßig auf dem Sitz aufliegen. Viele Männer sind überrascht von einem plötzlichen Gefühl von „Geradheit“, als würde der Körper endlich so sitzen, wie er es immer wollte.
Wenn du weitergehen willst, wechsel zu einem schlanken Portemonnaie, das dich zwingt, nur das mitzunehmen, was du wirklich brauchst.

Auch die Fahrhaltung spielt eine große Rolle, sobald das Portemonnaie weg ist. Stell den Sitz so ein, dass deine Hüften etwa auf Kniehöhe oder leicht darüber liegen. Dein Rücken sollte am Sitz anliegen, nicht davor „schweben“. Hände locker am Lenkrad, Ellbogen leicht gebeugt, Schultern unten.
Wenn sich der untere Rücken hohl anfühlt, schieb ein kleines, zusammengerolltes Handtuch oder eine Lendenstütze dahinter. Kein riesiges Kissen – nur so viel, dass die natürliche Krümmung unterstützt wird. Seien wir ehrlich: Das macht kaum jemand wirklich jeden Tag, aber probier es auf den Fahrten, nach denen du sonst oft verspannt bist.
Ein paar Millimeter Einstellung können den Unterschied machen zwischen müde ankommen und mit Schmerzen ankommen.

Viele Männer winken das ab, bis der Schmerz sie nachts weckt. Dann landen sie oft in einer Physiotherapie-Praxis und beschreiben eine vertraute Szene: lange Pendelstrecken, Portemonnaie in der Gesäßtasche, Schmerz wie Strom in ein Bein hinunter. Der Therapeut sagt dann häufig denselben einfachen Satz:

„Wenn du dein Portemonnaie wie ein Sitzkissen behandelst, wird dein Rücken es wie einen Feind behandeln.“

Praktisch hilft es, vor dem Losfahren ein kleines Ritual zu schaffen: Gesäßtaschen leeren, Sitz einstellen, kurz dehnen. Dauert weniger als eine Minute.

  • Nimm dein Portemonnaie aus der Gesäßtasche, bevor du dich setzt.
  • Halte die Hüften waagrecht und vollständig vom Sitz unterstützt.
  • Nutze eine kleine Lendenstütze bei Fahrten länger als 30 Minuten.
  • Mach alle 60–90 Minuten 2–3 Minuten Pause zum Gehen oder Dehnen.
  • Hör früh auf Kribbeln oder Brennen, das ins Bein hinunterzieht.

Mit deiner Wirbelsäule leben – nicht gegen sie

Wenn du ein dickes Portemonnaie einmal als Keil unter deiner Wirbelsäule siehst, kannst du es nicht mehr „nicht sehen“. Die Gewohnheit wirkt plötzlich seltsam, fast leichtsinnig – besonders vor einer langen Fahrt. Viele Männer, die nur diese eine Sache ändern, merken erst dann, wie viel Schmerz sie über Jahre hinweg normalisiert haben.
Und hier ist die stille Wahrheit: Dein Rücken tut selten „grundlos“ weh. Er reagiert, er verhandelt, er kompensiert. Dieser Klumpen in der Gesäßtasche ist einer der kleinen, hartnäckigen Gründe, warum er sich beschwert.

Sieh dein Auto als einen Ort, an dem Muster verstärkt werden. Wie du das Lenkrad greifst, wie du dich drehst, um ans Radio zu kommen, wie du an der Ampel auf einer Hüfte lehnst. Auf einer kurzen Fahrt ist das nichts. Auf dem täglichen Arbeitsweg wird es zu dem, was du körperlich bist.
Wir alle kennen den Moment, in dem man aus dem Auto steigt und der untere Rücken sich zehn Jahre älter anfühlt. Diese Sekunden Steifheit sind nicht zufällig – sie sind eine Botschaft.
Manchmal beginnt Zuhören mit der einfachsten Bewegung: ein Portemonnaie ein paar Zentimeter weg von einem empfindlichen Nerv zu legen.

Kernpunkt Detail Nutzen für den Leser
Portemonnaie in der Gesäßtasche verzerrt die Haltung Verursacht Beckenkippung und Verdrehung der Wirbelsäule im Sitzen Verknüpft eine Alltagsgewohnheit mit Rücken- und Beinschmerzen
Autofahren verstärkt den Druck Langes Sitzen und Straßen-Vibrationen belasten Bandscheiben und Nerven Erklärt, warum Schmerzen oft nach langen Fahrten auftreten
Kleine Änderungen senken das Ischias-Risiko Portemonnaie verlagern, Sitz einstellen, kurze Pausen Konkrete Schritte zur Linderung ohne Medikamente

FAQ

  • Kann ein Portemonnaie in der Gesäßtasche wirklich Ischias verursachen? Ja. Sitzen auf dem Portemonnaie verschiebt das Becken, was den Ischiasnerv mit der Zeit reizen oder komprimieren kann – besonders bei langen Fahrten.
  • Wie schnell kann diese Gewohnheit meinen Rücken schädigen? Unwohlsein kann schon innerhalb weniger Wochen auftreten, wenn du viel sitzt. Chronischer Ischias entwickelt sich meist über Monate oder Jahre durch wiederholten Druck.
  • Ist es sicherer, das Portemonnaie beim Fahren in der vorderen Tasche zu tragen? Vordertasche oder Tasche/Beutel ist in der Regel besser – solange dadurch kein anderer harter Druckpunkt an Hüfte oder Leiste entsteht.
  • Gehen Rückenschmerzen weg, wenn ich das Portemonnaie einfach entferne? Manche Männer spüren innerhalb weniger Wochen eine klare Besserung. Bei chronischen Fällen können zusätzlich Physiotherapie, Dehnübungen und Haltungsarbeit nötig sein.
  • Welche Art Portemonnaie ist am besten für den Rücken? Ein schlankes, minimalistisches Portemonnaie mit nur den wichtigsten Karten und etwas Bargeld reduziert die Dicke und senkt das Risiko, einen „Keil“ unter der Wirbelsäule zu erzeugen.

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